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®ISOMAX-TERRASOL Passivhaus und Nullenergie-Haus Baubeschreibung Grundlagen/Allgemein

Technik - Die Grundidee 
Der Kerngedanke der neuen Gebäudetechnologie, die hier vorgestellt wird, besteht darin, die Energiequelle Sonne mit dem Speichermedium Erde zu verbinden. Die über Dächer aufgenommene Sonnenenergie wird absorbiert und in den Erdboden geleitet, wo sie gespeichert und im Bedarfsfall zum Heizen und Kühlen jederzeit abgerufen werden kann. Zur Verdeutlichung de Funktionsweise dieser Gebäudetechnologie, und zwar wie folgt:

Absorption: Unter der Dacheindeckung, genauer gesagt: zwischen Dacheindeckung und Wärmedämmung, werden so genannte Absorberleitungen verlegt; diese Röhrchen enthalten Wasser, das sich im Sommer bei Sonnenschein und entsprechenden Außentemperaturen auf bis zu +85°C , im Winter selbst bei Minusgraden und Sonnenschein auf nutzbare +30°C bis +40°C erwärmt.

Speicherung: In gedämmten Rohren wird das erwärmte Wasser in die Bodenplatte, und zwar in die Kernzone bei hohen Temperaturen oder in die Mittel- und Randzonen bei niedrigeren Temperaturen geführt. Von der oberseitig gedämmten Bodenplatte "wandert" die Wärme ins Erdreich, wo sie gespeichert wird. Zur Verringerung der seitlichen Wärmeverluste - also zur Verringerung der Wärme, die in die Erdatmosphäre entweicht - wird entlang des Gebäudegrundrisses eine entsprechende Dämmung im Erdreich eingebaut.

Verteilung: Die im Erdreich gespeicherten Temperaturen werden nun über Schlauch-leitungen, die in den Außenwänden verlegt werden, genutzt, um eine konstante Temperatur in den Wänden zu gewährleisten.

Die Außenhaut des Gebäudes wird somit von temperiertem Wasser mit ca. +18°C durchflossen. Die so entstandene Temperaturbarriere macht die Klimatisierung, also das Heizen und das Kühlen, unabhängig von der herrschenden Außentemperatur. Die Schlauchleitungen der Temperaturbarriere, die im Winter zur Erwärmung der Gebäudehülle genutzt werden, werden im Sommer zur Kühlung genutzt, da eine Temperatur von ca. +18°C und mehr in der Mitte der Wand im Sommer wie im Winter als angenehme Oberflächentemperatur empfunden wird.

Keine Einschränkungen

Die Temperaturbarriere kann grundsätzlich in allen Arten von Außenwandkonstruktionen bei Neubauten eingebaut werden, aber auch bei bestehenden Gebäuden kann die Temperaturbarriere problemlos von außen angebracht werden.

Somit bestehen hinsichtlich der Sanierung des Altbaubestandes kaum Beschränkungen für die Nutzung der ISOMAX-TERRASOL-Technologie

Wandkonstrukionen
Bei Neubauten mit Betonwänden (Normal- oder Leichtbeton; bewehrte oder unbewehrte Wände) empfiehlt es sich, die Temperaturbarriere in die Wand zu legen (siehe rechts).
Bei Mauerwerkswänden und bei Wänden bestehender Bauten wird die Temperatur-barriere auf der Außenfläche der Wand befestigt und anschließend eingeputzt. Der Putz ist als ebene Fläche für die anschließend aufzubringende Wärmedämmung erforderlich, aber auch zur besseren Temperaturleitung in Richtung der Wandebene.

Eine besonders wirtschaftliche Außenwandkonstruktion besteht in der Herstellung der patentierten Biopor-Leichtbetonwände mit beidseitigen Polystyrol-Hartschaumplatten als Schalung in Dicken von jeweils 5 oder 7,5 cm.

Bei Holzständerhäusern wird die Temperaturbarriere wegen der erforderlichen Wärmeleitung in einen Estrich oder eine Vergußmasse eingebettet.

Die Temperaturbarriere auf oder in den Außenwänden wird feldweise angeordnet, wobei die einzelnen Felder den innenliegenden Räumen entsprechen. Hiermit ist eine raumweise Regelung der Temperaturbarriere möglich. Die Abstände der Schlauchleitungen der Temperaturbarriere untereinander betragen ca. 20 bis 25 cm.

Zur Begrenzung der Reibungsverluste und damit der Leistungskapazität der Pumpen ist die Länge die einzelnen Schlauchleitungen auf maximal 100 bis 120 m zu begrenzen. Bei der Verlegung sind Kreuzungspunkte zu vermeiden.

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten der feldweisen Leitungsführung. Die Leitungsführung hat den – geringen – Vorteil, dass sich die unterschiedlichen Temperaturen des Vorlaufs und des Rücklaufs ausgleichen. Diese Verlegungsart erfordert aber etwas mehr Aufwand bei der Planung und der Ausführung. Besondere Aufmerksamkeit ist der Leitungsführung im Bereich der Fenster und Türöffnungen zu widmen. Die Abstände der Leitungen untereinander betragen ca. 20 bis 25 cm.

Sofern die Dachflächen nicht ausreichen, um die erforderlichen Absorberleitungen unterzubringen, können diese auch in den Außenwänden angeordnet werden. Die Absorberleitungen werden dann in einem mit entsprechender Dicke aufzubringenden Außenputz verlegt.

Dr. Ing. Klaus Kunkel 


Die Arbeitsgemeinschaft der Ingenieure und Wissenschaftler des ITB-ISOMAX Technikum Berlin berichtet: